Mode Designer und Mode im Wandel der Zeit
Der Begriff Modeschöpfer, heute Mode-Designer, geht auf den ersten Gründer eines Pariser Modehauses, Charles F. Worth, in der Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Seitdem sind große Modeschöpfer wie Coco Chanel, Dior, Laurent oder Versage prägend für den Stil ihrer Zeit gewesen. Letztlich spiegelt Mode auch gesellschaftliche Veränderungen. So ging im Laufe der Zeit aus den Modeschöpfungen und Modevorstellungen für gehobene Gesellschaftsschichten das Modedesign für industriell hergestellte Mode für jedermann hervor. Heute ist es selbstverständlich, Designer-Mode nicht nur in speziellen Geschäften, sondern auch in Kaufhäusern zu erhalten, wie auch über die große Modeauswahl, die sich dem Kunden in Modekatalogen bietet. Auch namhafte Designer machen heute alltagstaugliche Mode. Führende Mode-Designer prägen in der heutigen Zeit nicht nur einen Kleidungsstil, ihre Namen tragen auch Schmuck, Wäsche und ganze Pflegeserien vom Parfum bis zur Hautpflege. War in früheren Zeiten die Mode eher einem langsamen Wandel unterworfen, sind wir heute daran gewöhnt, dass in jedem Jahr für jede Jahreszeit neue Modekollektionen auf den Markt kommen. Moderne Mode spiegelt weniger rasante Veränderungen wieder, ja, sie ist oft sogar nostalgischen Einflüssen in neuen Variationen unterworfen. Auch ist ein bestimmter Stil nicht mehr so streng bestimmend für eine bestimmte Periode der heutigen Modeentwicklung. Vielmehr bestimmen meist eine Reihe von Modestilen und die unterschiedlichsten Richtungen der Kreationen gleichzeitig den Markt. Mit dieser Entwicklung ist auch der Beruf des Mode-Designers nicht mehr das Privileg einiger großer Modeschöpfer und ihrer weltbekannten Häuser, sondern gefragtes Berufsbild für junge, kreative Modeentwickler geworden.

Schneidern und Mode-Design

Das gehört zwar zusammen, denn eine gute Mode-Designerin oder ein Mode-Designer muss sich auch auf das Handwerk des Schneiderns verstehen, aber Mode-Design setzt zudem noch hohe Kreativität, Experimentierfreudigkeit und den Mut, eigene Entwicklungen zu vertreten, voraus. Darum ist die Grundlage für diesen Beruf in der Regel ein Studium an einer Kunstakademie, der Besuch einer speziellen Designer-Schule oder einer Berufsfachschule. Die Berufsbezeichnung Dipl. Mode-Designer gewährt aber auch noch lange nicht den Schritt in die große Modewelt. Voran geht der harte Weg, für die eigenen Entwürfe und Modelle Interessenten zu finden, ein Gespür für den Markt zu entwickeln und sich im harten Modegeschäft durchsetzen zu können. Jedoch werden heute weit mehr jungen Mode-Designer Türen geöffnet, indem es auch Messen und Wettbewerbe für Jung-Designer gibt. Tätigkeitsfelder gibt es jedoch auch im Kostümbereich für Film, Fernsehen und Theater, sowie in den Entwicklungsabteilungen der Bekleidungsfirmen. Individualismus und Kreativität sind heute in der Modewelt mehr denn je gefragt. Darum fassen auch immer wieder talentierte Jung-Designer Fuß und können ihre Entwürfe und Modelle erfolgreich auf den Markt bringen. Durch das Internet ist es zudem leichter geworden, neuen Entwicklungen und Ideen eine Öffentlichkeit und auch einen Markt zu schaffen. Damit ist die Modewelt noch bunte und vielfältiger geworden.

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